Die Fossas kommen!

Fossa-Anlage im Neunkircher Zoo als Förderprojekt des Zoovereins Neunkirchen und Sparverein Saarland offiziell eröffnet.

Nach knapp neunmonatiger Bauzeit und viel Schweiß seitens des Zooteams infolge der umfangreichen Eigenleistungen ist es geschafft:

Die Fossa-Anlage im Neunkircher Zoo ist offiziell eröffnet. Damit wurde mit einer weiteren faszinierenden Tierart in einem tiergerechten Zuhause eine weitere Attraktion für die Zukunft im Zoo der Kreisstadt Neunkirchen geschaffen.

 

Fossas: Ist es eine Katze? Ist es eine Schleichkatze?

Die Fossa (Cryptoprocta ferox) ist das größte Raubtier Madagaskars. Genetische Untersuchungen haben ergeben, dass die Fossa, auch Frettkatze genannt, zu einer grundsätzlich anderen Gruppe gehört: die madagassischen Raubtiere (Eupleridae). Die madagassischen Raubtiere sind endemisch auf Madagaskar. Dies bedeutet, dass sie nirgendwo anders auf der Welt natürlich vorkommen.

Erwachsene Frettkatzen erreichen eine Kopfrumpflänge von 65 bis 80 Zentimeter und haben zusätzlich einen Schwanz von 60 bis 90 Zentimetern Länge. Ihr Gewicht beträgt sieben bis zu sechzehn Kilogramm.

In Madagaskar besiedeln sie Baumsavannen und Wälder in bis zu 2600 m Höhe als Lebensräume.

Ein bis vier Jungtiere werden nach einer Tragezeit von 53 bis 60 Tagen geboren. In europäischen Zoos meist im Juni und Juli. Im Freiland auf Madagaskar in der Sommerzeit der Südhalbkugel, im November und Dezember.

Lebensraumverlust und die Abnahme ihrer Beutetiere führen weiter zur Ausrottung der Fossa. Sie ist auf der Roten Liste der IUCN als „gefährdet“ geführt. Es gibt auf Madagaskar noch weniger als 2000 Individuen. Auch Tollwut durch verwilderte Haushunde stellt eine große Gefahr für diese Tierart dar. Einige Menschen auf Madagaskar sind der Meinung, dass der Geruch der Fossas Geflügel tötet. Fossas gefährden aber auch ganz real als leichte Beute Hühnerbestände und werden deswegen bejagt.

Anders als im bekannten Film „Madagaskar“ dargestellt, leben Fossas nicht in Gruppen, sondern sind Einzelgänger. Sie können sehr gut klettern, um auch Lemuren wie die Kattas, die im Affenhaus des Neunkircher Zoos leben, zu erbeuten. Diese haben einen Anteil von 50 Prozent in ihrem Beutespektrum.

 

Di 30. Apr 12:30 Uhr Uhr

(c) Neunkircher Zoo