Ort der Nachhaltigkeit - neuer Bauerngarten auf Finkenrech

Landrat Sören Meng, Bürgermeister Dr. Andreas Feld und Ortsvorsteher Frank Klein haben passend zur Jahreszeit mit Vertretern des Kreistages, der Verwaltung sowie der Gartenbauverbände den neu gestalteten Bauerngarten im Freizeitzentrum Finkenrech eröffnet.

„Der neue Bauerngarten fügt sich perfekt in das Konzept von Finkenrech als Ort der Nachhaltigkeit ein. Neben den verschiedenen Schaugärten wie dem Rosengarten oder dem asiatischen Garten bildet der Bauerngarten zusammen mit dem Obstlehr- und Arzneipflanzengarten eine zusammenhängende Lern- und Schaugartenwelt“, erläutert Landrat Sören Meng. Dabei verfolgt der Landkreis ein Konzept der Nachhaltigkeit. „Finkenrech unser grünes Wohnzimmer ist Ort der Nachhaltigkeit – es ist ein Lern- und Erholungsort für die ganze Familie, an dem man Spaß, Entspannung und Genuss gleichermaßen erleben, aber auch Wissenswertes über Tiere und Natur erfahren kann“, so der Landrat.

Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden im neuen Bauerngarten viele gebrauchte Materialien verbaut. So findet man z.B. gebrauchtes Natursteinpflaster aus alten Straßen jetzt im Kreuzgang, Eingangstore aus Eichenbalken und Mauern aus Sandstein aus Überresten von alten Bauernhäusern, Hochbeete aus einer Maischewanne eines Weingutes oder gebrauchten Paletten, Sitzgelegenheiten aus Sandstein einer Kirche sowie ausrangierte Weinfässer und Futtertröge als Pflanzgefäße. Typische Merkmale eines Bauerngartens wie Staketenzaun, gemischte Blumen-, Früchte- und Gemüsebeete, Kräuter- und Teegarten wurden neu integriert. Schädlinge und Pflanzenkrankheiten werden mit ökologischen Mitteln wie beispielsweise dem Einsatz von Nützlingen, einhalten einer Fruchtfolge und Ansetzen von pflanzlichen Spritzbrühen bekämpft. Bei der Verwendung von Dünger wird hier auf organischen Dünger wie auch verschiedene ökologische Düngestoffe wie z.B. Pferdemist und Schafswolle gesetzt.

Mit Hinweistafeln erhält der Besucher Informationen über verschiedene Obst- und Gemüsesorten, Fruchtfolge und Anbaumethoden, Tiere im Bauerngarten, Aufbau von Hochbeeten und Kompostierung. „Mit diesem Bauerngarten wollen wir dokumentieren, wie wichtig der heimische Obst- und Gemüseanbau ist, damit  diese Tradition nicht verloren geht und gleichzeitig aufzeigen wie nachhaltig man so etwas zuhause umsetzen kann“, formuliert Oliver Martin,  Leiter des Kreisumweltamtes, die Botschaft des Gartens. Monika Lambert-Debong, Geschäftsführerin des Verbandes für Gartenbauvereine im Saarland und Rheinland-Pfalz e.V., lobte das Engagement des Landkreises um Natur und Umwelt. Der Garten habe Vorbildfunktion und wäre etwas Besonderes.

Für das nächste Jahr sollen interessierten Besucherinnen und Besuchern im Rahmen von Workshops die Themen Hochbeetbau, Kompostierung und Düngung sowie das generelle Anlegen eines Bauern- oder Selbstversorgergartens erklärt werden.

Für den Umbau des Bauerngartens wurde das Projekt „Ein moderner, nachhaltiger Bauerngarten für Groß und Klein“ mit 10.000 € im Rahmen des Förderjahres 2018 für soziale und ökologische Projekte von der Stiftung „proWIN pro nature“ bezuschusst.

Fr 18. Sep 10:59 Uhr Uhr

v.l.n.r. Monika Lambert-Debong (Geschäftsführerin des Verbandes für Gartenbauvereine im Saarland und Rheinland-Pfalz e.V.), Kreistagsmitglied Marie-Luise Herber, Oliver Martin (Leiter Kreisumweltamt), Landrat Sören Meng, Bürgermeister Dr. Andreas Feld, Birgit Müller – Closset (Vorsitzende des Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege), Christian Rau (Leiter der Tourismus- und Kulturzentrale) sowie Ortsvorsteher Frank Klein